Karla: Wir haben im Grunde verschiedene Traineeprogramme – vom ERP Consulting, über Technical Consulting, Business Analytics oder Sales. In allen gibt es theoretische und technologische Einarbeitung, um das Handwerkszeug zu lernen, und von Anfang an viel Praxis, um das Business und die Aufgaben zu verstehen. Das Next Generation Program verbindet die
unterschiedlichen Trainees durch Workshops und Veranstaltungen wie Design Thinking oder Sketch Notes zur persönlichen und methodischen Weiterentwicklung. Hier treffen wir uns abseits von den fachlichen Traineeprogrammen alle ein bis zwei Monate und schaffen so ein Netzwerk an Leuten, auf die man auch lange nach den Traineeprogrammen zurückkommen kann. In diesem Jahr haben wir auch erstmals vier Kolleg:innen aus Ägypten mit dabei😊.
Jochen: Wie geht es nach der Onboarding-Phase für die Trainees weiter?
Karla: Die ERP- und Sales Trainees starten am 01.10. bei uns. Die Technical Consultants sind bereits seit dem 1.9. am Start. Wir treffen uns mit allen nach den Welcome Days in Filderstadt für ein erstes Kennenlernen. Danach gehen alle Trainees in ihre fachlichen Programme. Bei den ERP-Trainees heißt es dann erstmal „SAP lernen“ (worüber Max & Oli sicher mehr erzählen können), unser Sales-Trainee startet in dem Sales Operations Team seine Reise entlang des Sales Cycles und die Technical Consultants führen ihre Ausbildung in unseren Managed Cloud Services Teams fort.
"Wir wollen vor allem herauszufinden, ob es menschlich und persönlich ein Match ist."
Jochen:Wie läuft denn der Bewerbungsprozess ab?
Alina: Wenn der erste Eindruck aus den Bewerbungsunterlagen stimmt, gibt´s ein Telefongespräch, in dem die Rahmenbedingen geklärt werden. Gehalt, Start, SAP-Schwerpunkt, et cetera. Dann laden wir zu einem Bewerbertag ein. Wir machen kein Assessment Center. Wir wollen vor allem herauszufinden, ob es menschlich und persönlich ein Match ist und ob die Bewerber:innen zu unseren Werten passen. Darum gibt es Vorstellungsrunden in der Gruppe, Einzelinterviews, ein Speeddating und viel Zeit zum Netzwerken und für lockere Gespräche am Buffet. Zwei ehemalige Trainees sind ganztägig mit dabei, um ihre Erfahrungen weiterzugeben. Und natürlich ist auch der Fachbereich direkt mit an Bord.
Max | Teamlead Consulting ERP Public Cloud
Jochen: Lass uns noch etwas genauer auf Theorie und Praxis schauen. Wie muss ich mir das konkret vorstellen?
Max:Wir geben unseren Trainees von Anfang an die Möglichkeit, hands-on mit SAP Cloud ERP zur arbeiten und reale Projektszenarien durchzuspielen, zum Beispiel der Aufbau eines Prototypen im 2Tier Ansatz (Anm. d. Red.: 2Tier = ein zweistufiges ERP). Parallel vermitteln wir die Beratungs-Skills, die sie brauchen, um später souverän bei unseren Kunden aufzutreten. Ein Wichtiger Bestandteil ist außerdem, das Verständnis der Unterschiede zwischen Private und Public Cloud- nicht nur auf fachlicher Ebene, sondern in der Projektmethodik. Genau diese Unterschiede bekommen sie von uns vermittelt.
Jochen: Gibt es sonst noch etwas, das typisch für unserer Traineeprogramm ist?
Max: Die erste Phase hat bewusst einen Campus-Charakter: alle grundlegend wichtigen Inhalte werden strukturiert vermittelt, sodass die Trainees ein breites Fundament aufbauen. Besonders wichtig war uns dabei, die Trainings ausschließlich in Präsenz durchzuführen. So können sich die Trainees intensiv austauschen, voneinander lernen und gleichzeitig ein starkes Netzwerk innerhalb der All for One knüpfen. In dieser Zeit wird ihr Werkzeugkasten komplett gefüllt – fachlich und methodisch.
Jochen: Oli, du begleitest die All for One und insbesondere das Traineeprogramm schon seit vielen Jahren und hast über 120 Trainees erfolgreich durchgelotst. Ich durfte selbst erleben, wie leidenschaftlich und engagiert du dabei bist. Warum arbeitest du so gerne mit jungen Leuten zusammen?
Oli: Ich könnte jetzt sagen, das hält mich jung (lacht). Aber mit meinen jetzt 57 Jahren, ist das nur die halbe Wahrheit. Ich habe an zahlreichen internationalen Projekten mitgewirkt. Diesen Erfahrungsschatz weiterzugeben, macht einfach Spaß, insbesondere, wenn man sieht, wie sehr "die jungen Wilden" davon profitieren. Außerdem bin ich durchaus ein empathischer Mensch der gleichzeitig sehr unternehmerisch denkt. Ich weiß, was jungen Menschen benötigen und was das Unternehmen benötigt.
"Diesen Erfahrungsschatz weiterzugeben, macht einfach Spaß, insbesondere, wenn man sieht, wie sehr "die jungen Wilden" davon profitieren."
(1.v.l.) Oli | Teamlead Small Projects Business & Clarification
Jochen: Ein Traineeprogramm ist für uns als Arbeitgeber teuer und aufwändig. Viele Unternehmen sparen an dieser Stelle mittlerweile ein. Warum halten wir trotzdem daran fest?
Oli: Teuer ist an der Stelle relativ, natürlich kostet das eine Stange Geld, aber der Arbeitsmarkt deckt nicht unseren gesamten Bedarf. Warum also nicht selbst ausbilden? Und wenn ich mir die vergangenen Traineeprogramme so anschaue, ist da auch eine echte Talentschmiede in der Beratung entstanden, die mit vielen High-Performern und jungen Führungskräften gespickt ist. Und vielleicht noch ein Blick auf die Demografie und die damit verbundene Altersstruktur. Die sollte in einer guten Balance sein. Auch das spricht für ein eigenes Traineeprogramm. Und last but not least: Digitalisierung ist fast schon ein alter Hut. Wir leben mittlerweile im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Die Generation, die wir hier ansprechen, hat das schon deutlich mehr verinnerlicht und hilft uns als Unternehmen, innovativ diese neuen Felder anzugehen und in Kundenerfolg umzumünzen. Also für mich eine Win-Win-Situation in jeder Hinsicht.
Jochen: Max, angenommen, ein Bewerber fragt dich während des Auswahlprozesses, warum er ausgerechnet bei der All for One und nicht bei der Konkurrenz anfangen soll – was antwortest du ihm?
"Bei uns bekommst du nicht nur einen Job, sondern eine langfristige Perspektive in einem Umfeld, dass sich dynamisch weiterentwickelt."
Max: Ich kann mich Alina nur anschließen: Ich würde ihm sagen, dass unser Gesamtpaket stimmt. Wir sind stark auf Wachstum und Expansion ausgerichtet, arbeiten international und bieten dadurch vielfältige Karrieremöglichkeiten – sowohl in der Beratung als auch in den angrenzenden Bereichen. Gleichzeitig herrscht bei uns eine Kultur, in der man gesehen und gefördert wird. Wir legen großen Wert auf ein wertschätzendes Miteinander, kurze Wege und echte Zusammenarbeit. Jeder hat die Chance, schnell Verantwortung zu übernehmen, ohne dabei allein gelassen zu werden. Hier zählt nicht nur Leistung, sondern auch, dass wir füreinander da sind. Kurz gesagt: bei uns bekommst du nicht nur einen Job, sondern eine langfristige Perspektive in einem Umfeld, dass sich dynamisch weiterentwickelt und in dem du als Mensch im Mittelpunkt stehst und aktiv mitgestalten kannst.
Jochen: Ihr Vier, das war hoch interessant. Danke für eure Zeit!
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